Die Tiefenkoaxialsonde – der unabhängige Wärmelieferant

Geothermie im Fokus der kommunalen Wärmeplanung

Seit Inkrafttreten des Wärmeplanungsgesetzes sind Städte und Gemeinden in Deutschland verpflichtet, Strategien für eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu entwickeln. Dabei rücken immer stärker die tiefe und mitteltiefe Geothermie als verlässliche, erneuerbare Wärmequelle in den Fokus.

 

Die Funktionsweise

Die Tiefenkoaxialsonde ist ein geschlossener geothermischer Wärmetauscher in einer tiefen Bohrung von mehreren Hundert bis zu 2.000 m.

Eine Wärmeträgerflüssigkeit zirkuliert in zwei konzentrischen angeordneten Rohren, indem das kalte Medium im Ringraum zwischen äußerem und inneren Rohr langsam nach unten fließt, dabei die Wärme aus dem Untergrund aufnimmt und als erwärmtes Medium im inneren Rohr nach oben steigt und für die direkte Wärmenutzung oder in Wärmepumpensystemen eingesetzt werden kann.

Das System liefert kontinuierlich Wärme, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit.

Die Bedeutung für Deutschland

In der kommunalen Wärmeplanung kann die Tiefenkoaxialsonde mehrere zentrale Funktionen übernehmen:

Grundlast für Wärmenetze
  • stabile, ganzjährige Wärmequelle
  • ideal für Fernwärme und Quartiersnetze
Klimaschutz
  • keine CO₂-Emissionen im Betrieb
  • unterstützt die Dekarbonisierung des Gebäudesektors
Versorgungssicherheit
  • Nutzung lokaler Ressourcen
  • weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
Gute Integration im urbanen Raum
  • geringer Flächenbedarf
  • für Städte mit begrenztem Platzangebot geeignet

GWE-Tiefenkoaxialsonde

In den letzten Jahren hat die GWE mehrere mitteltiefe Bohrungen bis in 2000 m Tiefe mit Koaxial-Sondentechnik mittels glasfaserverstärkten Kunststoffrohren für die geothermische Nutzung ausrüsten dürfen.

Die doppelwandige Tiefenkoaxialsonde, wie sie u.a. auf der diesjährigen Messe, Geotherm 2026, von der GWE vorgestellt wurde, stellt den nächsten Schritt in dieser Schlüsseltechnologie dar.

Das Besondere an der Tiefenkoaxialsonde der GWE ist, dass das mittlere Steigrohr, in dem das zuvor erwärmte Wasser bzw. Wärmeträgerfluid aus der Tiefe bis an die Oberfläche gefördert wird, doppelwandig, als „Rohr in Rohr System“ ausgeführt wird. Das hat den Vorteil, dass der ohnehin schon geringe Wärmedurchgangskoeffizient der GfK – Rohre, durch die im Ringraum zwischen Innen- und Außenrohr dauerhaft eingeschlossene Luft nochmal deutlich reduziert wird und somit eine deutlich höhere Effizienz für die geothermische Nutzung entsteht.

Die Sondenrohre stehen für Druckstufen bis 2500 PSI (~170 bar) zur Verfügung und können auch aufgrund der API-Verbindungstechnik in bis zu 2300 m Tiefe eingebaut werden. Die Dauerbetriebstemperatur beträgt maximal 100°C.

Information über die GWE Tiefenkoaxialsonde auf der Geotherm 2026 in Offenburg

Fazit

Tiefenkoaxialsonden von der GWE sind besonders interessant für Kommunen mit mittlerem geothermischem Potenzial oder für Projekte, bei denen offene geothermische hydrothermale Systeme zu riskant oder bereits fehlgeschlagen sind.

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Christoph Harms
Leiter Anwendungstechnik

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