Grundwasserbeobachtung und Erschließung

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Wasser ist seit Urzeiten Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Leben gewesen. Mit zunehmender Bevölkerungsdichte auf der Erde droht das Wasser - als Lebensmittel Nummer 1 - zunehmend eine Ursache für politische Spannungen zu werden. Grund genug, mit diesem Medium sorgfältig umzugehen, die Vorräte genau zu beobachten, nach Quantität und Qualität zu messen und für eine sinnvolle Nutzung zu erschließen.

Der weitaus überwiegende Teil des verfügbaren Süßwassers auf der Erde ist als Grundwasser gespeichert. Als Teil des weltweiten Wasserkreislaufs kommt das Grundwasser vor und während der Versickerung mit natürlichen und künstlichen Stoffen in Berührung und kann sich dabei in seiner Qualität nachhaltig negativ verändern. Diese Veränderungen gilt es zu minimieren bzw. frühzeitig zu erkennen.

Der sicherste Weg, die speziellen Eigenschaften der wasserführenden Formationen genauer zu erkunden besteht darin, sie mit Bohrungen zu erschließen. Neben den Charakteristika, die sich während des Bohrvorgangs festhalten lassen, dienen die erbohrten Bodenproben einer ersten Begutachtung. Diese Einschätzungen können mit Hilfe von geophysikalischen Bohrlochmessungen weiter untermauert werden (Well Logging).

Diese Versuchsbohrungen haben die Aufgabe, Ergebnisse zur Erschließung und Erkundung neuer Grundwasserträger zu liefern. Ausgebaute Versuchsbohrungen können als Probebrunnen für erste Pumpversuche dienen oder auch als Meßstellen zur Beobachtung des Absenkverhaltens des Wasserträgers oder der Kontrolle der Grundwasserqualität dienen.

Mit Hilfe von Meßsystemen, installiert in Brunnen oder offenen Gewässern, kann dies erreicht werden. Korrosionsgeschützte Materialien für den Ausbau von Bohrungen zu Grundwassermeßstellen, wie z.B. PVC, Edelstahl oder beschichteter Stahl bieten die Gewähr für eine lange Lebensdauer und einen wirtschaftlichen Einsatz. Selbst kleinste Bohrungen mit einem Ausbaudurchmesser vo 50 mm erlauben heute bereits den Einbau von Pumpen (Unterwasserpumpen) zur einwandfreien Entnahme von Wasserproben. Die Abdichtung durchbohrter Bodenschichten ist mit speziellen Dichtungstonen möglich. Der Abschluß der Meßstellen erfolgt mit gesicherten, zuverlässigen Brunnenköpfen.