Grundwassergewinnung

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Wirtschaftliche Überlegungen haben in Deutschland frühzeitig dazu geführt, Materialien für die Grundwassergewinnung zu entwickeln, die zu einer wesentlichen Verlängerung der Lebensdauer der Brunnen führten und damit die Kosten für Service und Reparatur sowie Erneuerungsarbeiten entschieden reduzierten. Dies ging über den Einsatz von Stahlfiltern, verzinkten Filtern, beschichteten Filtern (Hagulit), hin zu nicht korrosiven Baustoffen wie unterschiedlichen Edelstählen (z.B. Wickeldrahtfilter und Schlitzbrückenfilter) bzw. auch zu Kunststoffmaterial wie PVC und PE. In Abhängigkeit von den geologischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften eignen sich diese Materialien eher für tiefe bzw. flache Brunnen und für Grundwasserträger mit hohen oder niedrigen Salzgehalten.

Während für korrosive Grundwässer eher Edelstahl oder auch PVC-Filter und Aufsatzrohre zu empfehlen sind, wird für kurzfristige Baumaßnahmen in der Grundwasserhaltung durchaus auch noch auf rohschwarze und verzinkte Materialien zurückgegriffen.

Für Brunnen in Wasserträgern mit einer Teufe von weniger als 200 bis 300 m wird eher auf PVC-Material zurückgegriffen, bei tieferen Brunnen aus Festigkeitsgründen eher auf Stahlmaterialien.

Insbesondere bei Wasserträgern mit hohen Feinsandgehalten empfiehlt sich auch aus hydraulischen Gründen und aus Gründen der Sandfreiheit der Einsatz von WIckeldrahtfiltern (Vent-Screen®), die - obwohl ursprünglich von Johnson entworfen - in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland weiterentwickelt und zu einem Spitzenprodukt "Made in Germany" für den Brunnenbaumarkt gemacht wurden. Das Produkt Vent-Screen® findet neben dem Einsatz in der Wasserwirtschaft auch zunehmend im Bereich der Öl- und Gasindustrie Anwendung.

Gerade bei der Vielfalt der Lösungsmöglichkeiten sollte schon im Planungsstadium auf die Beratung von Fachleuten zurückgegriffen werden.